Was ein Implantat ist
Ein Zahnimplantat ist eine Schraube aus reinem Titan, die als Ersatz für die Zahnwurzel im Kieferknochen verankert wird. Nach der Einheilphase wird darauf eine Krone, eine Brücke oder eine Prothese befestigt. Im Vergleich zur Brücke müssen die Nachbarzähne nicht beschliffen werden. Im Vergleich zur herausnehmbaren Prothese überträgt das Implantat Kaukräfte direkt auf den Knochen und beugt damit dem Knochenabbau vor.
Wie wir vorgehen
Vor jedem Implantat machen wir eine 3D-Aufnahme (DVT) und einen intraoralen Scan. Damit wird die Position des Implantats vor der Behandlung in der Software festgelegt, nicht improvisiert während des Eingriffs. Diese Vorbereitung reduziert das Risiko für Verletzungen am Nervkanal und für Fehlpositionen, die später schwer zu korrigieren wären.
Bei einfacheren Fällen wird das Implantat unter lokaler Anästhesie gesetzt. Bei umfangreicheren Eingriffen oder auf Wunsch arbeiten wir mit Sedierung — in Winterthur, Berg und Ermatingen über Dr. Heller, in Zürich und Rapperswil-Jona über Dr. Benz, in Küsnacht über Dr. Bärtsch.
Welche Systeme wir verwenden
Wir arbeiten mit Straumann (Schweiz) und Nobel Biocare. Beide Systeme sind seit über vier Jahrzehnten am Markt und klinisch breit dokumentiert. Aufbauteile sind langfristig verfügbar, was relevant ist, wenn ein Implantat nach Jahrzehnten prothetisch nachversorgt werden muss.
Knochenaufbau und Sinuslift
Nach längerem Zahnverlust ist der Knochen häufig zurückgegangen. Bei Bedarf bauen wir Knochen vor oder während des Eingriffs auf — mit Eigenknochen oder mit synthetischem Material. Im Oberkieferseitenzahnbereich kommt der Sinuslift zum Einsatz. Beide Verfahren gehören zum Standardrepertoire und werden am selben Standort durchgeführt, an dem das Implantat gesetzt wird. Komplexere Fälle behandelt Dr. Dragisic, Facharzt für Oralchirurgie, in Zürich Bellevue.
Was nach dem Eingriff folgt
Implantate halten lange, aber nur mit konsequenter Pflege. Die Schleimhaut um das Implantat ist empfindlicher als die um einen natürlichen Zahn und reagiert stärker auf Beläge. Wir empfehlen Implantatpatientinnen und -patienten zwei Dentalhygiene-Sitzungen pro Jahr und eine jährliche Kontrolle. Periimplantitis ist die häufigste Ursache für späten Implantatverlust und mit guter Nachsorge gut vermeidbar.