Was Parodontitis ist
Parodontitis ist eine bakterielle Entzündung des Zahnhalteapparats. Sie beginnt als Zahnfleischentzündung und greift unbehandelt auf Knochen und Bindegewebe über, die den Zahn im Kiefer verankern. Es bilden sich Taschen zwischen Zahn und Zahnfleisch, in denen sich Beläge sammeln, die mit der Zahnbürste nicht erreichbar sind.
Warum sie ernst zu nehmen ist
Mit dem Abbau des Knochens verlieren die Zähne ihren Halt. Parodontitis ist die häufigste Ursache für Zahnverlust bei Erwachsenen und verläuft lange ohne Schmerzen, weshalb sie oft spät erkannt wird. Ein Zusammenhang mit anderen Erkrankungen des Körpers wird in der Forschung diskutiert, weshalb gesundes Zahnfleisch über den Mund hinaus zählt.
Wie wir behandeln
Am Anfang steht ein vollständiger Befund mit Messung der Taschentiefen. Danach reinigen wir die Wurzeloberflächen und entfernen die Beläge unterhalb des Zahnfleischrands, bei Bedarf unter lokaler Anästhesie und in mehreren Sitzungen. In fortgeschrittenen Fällen kann ein chirurgischer Schritt nötig sein, um tiefe Taschen zugänglich zu machen.
Erhaltungstherapie
Nach der aktiven Behandlung entscheidet die Nachsorge über den langfristigen Erfolg. In individuellem Abstand kontrollieren und reinigen wir, um ein Wiederaufflammen zu verhindern. Wie oft das nötig ist, hängt von Ihrem persönlichen Risiko ab. Die Dentalhygiene ist dabei ein fester Bestandteil.
Vorbeugen
Die wirksamste Vorsorge ist gründliche tägliche Reinigung der Zahnzwischenräume, ergänzt durch regelmässige Dentalhygiene. Rauchen erhöht das Risiko deutlich und verschlechtert die Heilung, weshalb ein Rauchstopp die Behandlung wirksam unterstützt.